Unsere Projektarbeit beginnt mit der Frage nach dem Leben der Ägypter und endet mit einer Ausstellung, welche einen anschaulichen Einblick in die ägyptische Hochkultur bietet.
Neugierig begeben sich die Schüler auf Spurensuche und werden zu kleinen Historikern: Sie recherchieren in Bibliothek und Internet und erarbeiten in Kleingruppen je einen Themenaspekt der Unterrichtseinheit "Die ägyptische Hochkultur", sie bereiten ihr Wissen anschaulich für die Ausstellung auf und präsentieren es vor der Klasse und den Ausstellungsbesuchern.
Nachdem sich die Schüler in einer vorbereitenden Unterrichtssequenz mit grundlegenden Themen der Unterrichtseinheit befasst haben, vertiefen sie in freier Gruppenarbeit einzelne Aspekte.
Die Schüler bilden nach Interessensgebieten Kleingruppen und erarbeiten weitgehend selbstständig einen Themenbereich. Die Freiarbeitsphase wird strukturiert durch eine genaue Themenformulierung und die Ausarbeitung eines Arbeitsplanes, in dem die Schüler ihre Aufgaben fixieren. Die einzelnen Schülergruppen stellen jeweils am Ende einer Freiarbeitsstunde ihr bisheriges Ergebnis vor und schildern ihr weiteres Vorgehen.
Um für die Schüler eine möglichst komplexe Lernumgebung zu schaffen, kooperieren die Fächer Mathematik, Religion, Kunst und Deutsch. In Mathematik basteln die Schüler, ergänzend zur Unterrichtseinheit "Flächen und Netze", Papierpyramiden. Im Religionsunterricht befassen sich die Schüler mit dem Polytheismus und der ägyptischen Götterwelt. Im Deutschunterricht werden die Informationstexte für die Ausstellung am Computer geschrieben und überarbeitet. Der Kunstunterricht wird zur Museumswerkstatt, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Exponate herstellen.
Die Unterrichtseinheit verfolgt einen handlungsorientierten Ansatz: Eine Ausstellung wird gemeinsam vorbereitet, aufgebaut und präsentiert. Hierbei wechseln die Schüler die Perspektive: Sie sind nicht mehr Rezipienten einer fertigen Geschichtsinterpretation, sondern sie erforschen und erzählen Geschichte. Sie entscheiden sich für einen Forschungsschwerpunkt, entwickeln eine Fragestellung, entfalten eigene Ideen und suchen nach Möglichkeiten der Umsetzung.
Die theoretischen Inhalte werden mit fachspezifischen Arbeitsweisen und Methoden sowie einer Förderung sozialer und personaler Kompetenzen verknüpft.
Ausgehend von einer Bildquelle entwickeln die Schüler Fragen an ihr Thema, die sie in den folgenden Unterrichtsstunden beantworten wollen. Die Auswertung von Bildern stellt einen Schwerpunkt des Kompetenzerwerbs im Anfangsunterricht dar. Die Schüler recherchieren selbstständig und themenbezogen in Bibliothek oder Internet und begeben sich auf Spurensuche. Schwerpunkt der Projektarbeit liegt auf der Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung der Schüler. Jeder Schüler übernimmt für das Gruppenergebnis Verantwortung, denn alle müssen sich an der Lösung der Aufgabenstellung beteiligen. Die Schüler verständigen sich kooperativ und kommunikativ auf ein Ziel und den Weg zu diesem.
Fragen nach der Breite des Nils und der Funktion der Geheimgänge in den Pyramiden schwirren im Raum, war Kleopatra schön und warum hat die Büste der Nofretete nur ein Auge? Ein Pharao wird eingekleidet und im Gang wird ein Interview zum Thema "Mumifizierung" erstellt.
32 Schüler befassen sich mit dem Thema Ägypten, kaleidoskopartig entsteht eine Ausstellung, die angefüllt ist mit der Neugier, dem Wissen und den tollen Ideen von 32 Ägypten-Experten!
© Text und Bilder von Susanne Alber