Bericht über Schulpraktikum am Nellenburg-Gymnasium 2010

Nach vielen Semestern Studium an der Universität Konstanz bedeutete das Praxissemester für uns den ersten "Ausflug" in unseren zukünftigen Beruf, weg von der Theorie, hinein in die Realität. Damit waren natürlich viele Ängste verbunden: Werden uns Schüler und Kollegen als Lehrkraft respektieren? Werden wir selbstsicher vor eine Klasse treten können? Wird unser Fachwissen ausreichen? Werden wir den hohen Zeit- und Arbeitsaufwand bewältigen? Zusammengefasst: Werden wir uns nach dem 13-wöchigen Praktikum in unserer Studiums- und Berufswahl bestätigt fühlen?

Auf all diese Fragen bekamen wir am Nellenburg-Gymnasium Antworten. Wir waren uns bewusst, dass 13 Wochen eigentlich zu kurz sind, um in alle Aspekte und Bereiche des Lehrerberufs eintauchen zu können. Dennoch wurde uns dank der tollen Betreuung durch unsere Ausbildungslehrer, aber auch durch das restliche Kollegium, das sich uns Praktikanten gegenüber stets sehr interessiert und hilfsbereit zeigte, ein umfassender Einblick in das Schulleben ermöglicht. Jedem von uns wurden zwei Fachmentoren zur Seite gestellt, die uns vor allem am Anfang unseres Praktikums in Unterrichtsvorbereitung, Materialbeschaffung und allem, was uns auf dem Herzen lag, unterstützten. Im Gespräch mit Praktikanten anderer Schulen zeigte sich, dass dies ein Luxus ist, der nicht an allen Ausbildungsschulen als selbstverständlich angesehen werden kann. Aufgrund der unglaublich herzlichen und persönlichen Atmosphäre in den allwöchentlichen Ausbildungssitzungen fühlte sich jeder Einzelne von uns während des Schulpraktikums hervorragend betreut und begleitet.

Das Nellenburg-Gymnasium eignet sich besonders als Ausbildungsschule für Praktikanten. Dies liegt vor allem an der vor einigen Jahren durchgeführten Modernisierung, dem lichtdurchfluteten Lehrerzimmer (mit Sofaecke!) und in besonderem Maße an der Tatsache, dass die Schüler aus einem eher ländlichen Einzugsgebiet kommen, was die ersten Schritte erheblich einfacher gestaltet als an Schulen in sozialen Brennpunkten.

Unsere Erfahrungen gingen weit über das Unterrichten hinaus. Unter anderem gehörten Hospitationen, Klassenausflüge, eine Exkursion in eine Grundschule, Vertretungsstunden, Aufsichten sowie Konferenzen zu unserem schulischen Alltag.

Zusätzliche Würze wurde dem Ganzen durch das Verhältnis, das wir sieben Praktikanten untereinander entwickelten, verliehen. So trafen wir uns auch außerhalb des Schulalltags immer wieder zur "Praktikantengaudi" und finanzierten die "Rewe-Bäckerei", deren gern gesehene Stammgäste wir waren, durch unsere Kaffeesucht.

Also, keine Angst, ihr zukünftigen Praktikanten: Indem ihr das Nellenburg-Gymnasium als eure Ausbildungsschule wählt, zieht ihr definitiv den Hauptgewinn! Wir wünschen euch viel Spaß, Erfolg und eine Vielzahl toller Erfahrungen, die euch in eurer Berufswahl hoffentlich bestätigen.

M. Siric, C. Herrmann, M. Schneiderhan, J. Stekeler, B. Bix