Neigungskurs Geographie

Zweitägige Exkursion im Juli 2010

Sustenpass, Steingletscher, Aareschlucht, Grimselpass, Aletschgletscher

Zu den Themen: Glazialmorphologie, fluviatile Dynamik,Massenselbstbewegungen, Formen der Verwitterung, Wetterkunde

Während einer 3- stündigen Fahrt in die Zentralschweiz, machten wir unseren ersten Stopp am Urnersee. Dabei hatten wir einen schönen Ausblick auf die Berge und den vor uns liegenden See.

Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, fuhren wir weiter nach Süden bis Wassen und hinauf auf den Sustenpass.

Die Passstraße war sehr steil und kurvig. Wir bewunderten die Fahrradfahrer, die aus eigener Kraft den Pass hinauffuhren. Kurz vor unserem Ziel hielten wir nochmal an, um den Gletscher im Ganzen zu betrachten.

Wir analysierten die einzelnen Bereiche des Gletschers und fuhren dann weiter zu unserem ersten Etappenziel. Nach 15 min kamen wir schließlich am Steingletscher an. Der Zungenbeckensee war relativ kalt, dafür, dass es Sommer war. Das Wasser war klar und man konnte die feinen Sandpartikel des Gletschermehls erkennen.

Nach einer kurzen Pause erklommen wir den von großen Felsbrocken und flachen Steinen

gesäumten Weg auf der Grundmoräne hinauf zur Gletscherzunge.

Die Aareschlucht bildete unser nächstes Ziel. Wir waren fasziniert von den vom Fluss geformten Steilhängen in der Schlucht, durch die das Wasser der Aare rauschte. Wir liefen durch diverse dunkle, kühle Tunnel. Die Aareschlucht ist eine von vielen Touristen besuchte Attraktion.

Zu unserem nächsten Etappenziel mussten wir die Serpentinen zum Grimselpass hinauf fahren.

Bei unserer Ankunft betrachteten wir den Grimselstausee, welcher ein Volumen von 95 Millionen m³ besitzt und somit der größte Speichersee im Grimselgebirge ist. Die Länge des Sees beträgt 5,3 km.

Dass der Grimselstausee so viel Wasser beeinhaltet, konnten wir uns zu Beginn unserer Reise nicht vorstellen.

Nach einem anstrengenden aber interessanten Tag, wollten wir uns nur noch erholen. Steile Serpentinen führten uns hinunter ins Rhonetal bis Fiesch.

Nach einer kurzen Nacht in der Jugendherberge Fiesch und einem ausgewogenem Frühstück ging es weiter zum Aletschgletscher.

Als erstes fuhren wir mit der Gondel auf das Eggishorn (2927mNN) hinauf . Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf den gesamten Aletschgletscher. Gemeinsam mit unserem Bergführer machten wir uns auf den Weg hinab

zum Gletscher.

Der Weg dorthin war anstrengend und steinig, man musste sich sehr konzentrieren und sich den Weg zwischen den Steinen suchen.

Für Menschen mit Höhenangst ist es sehr schwierig, da die Wege ungesichert und schmal sind. Nach einer Stunde hatten wir die Märjelenseehütte erreicht, wo wir dann eine kleine Verschnaufpause machten. Nun führte uns der Weg direkt zum und auf den Gletscher. Die Mächtigkeit des Gletschers war immens und unvorstellbar.

Dieser Anblick flößte uns Respekt ein. Gesichert an einem Seil wagten wir uns auf den Gletscher. Die Gletscherspalten waren zum Teil bis zu 10 Meter tief. Da es keine vorgegebene Route gab, musste der Bergführer einen passenden Weg vorbei an den Gletscherspalten suchen. An der Mittelmoräne hielten wir erneut an, um eine kleine Pause einzulegen. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Rückweg.

Als wir am Gletscherrand ankamen, mussten wir uns weiter anstrengen, denn der Hang des Trogtales vor uns wollte von uns erklommen werden.

Mit Kraft und Mühe gelang es uns schließlich, zurück zur Märjelenhütte zu gelangen. Daraufhin liefen wir den Weg, Richtung Gondel hinunter. Völlig erschöpft liefen wir zum Auto und traten die Rückreise an.

 

 

zurück